Herzlich Willkommen !

 

Der Bauernhof Tanter Dossa wurde 1979/1980 von Alesch und Maryse Vital aufgebaut. Im Jahr 2007 übernahm Not Vital den Hof von seinen Eltern, die den Hof bis dahin geführt hatten.

Zum Hof gehören 14ha Bergwiesen- und Weiden, viele Laub-, Nadel- und Obstbäume und unzählige Hecken. Auf kleinen Äckern und im Gemüsegarten werden viele gängige aber auch seltenere Gemüsesorten angebaut.

Auf dem Hof leben nebst der Betriebsleiterfamilie auch ca. 65 Engadinerschafe, zwei Pferde, 4 Wollschweine, 9 Hühner mit ihrem Hahn und zwei verschmuste Katzen.

Wir haben im Jahr 2015, 2017 und 2018 jeweils ein Crowdfunding-Projekt über die Plattform wemakeit realisiert. Dadurch konnten wir einen neuen Bergmäher samt Anbaugeräten kaufen, es entstand ein Freilaufstall für die Pferde und wir konnten 2018 eine neue Schnee- und Bodenfräse samt Pflug und Häufelkörper anschaffen .

Im August 2018 konnten wir das geplante Ferienstudio (2. Crowdfunding) sowie zwei Zimmer für unsere Helfer ausbauen. Wir freuen uns schon auf die ersten Gäste !

Hier die Links zu den Crowdfundings:

- https://wemakeit.com/projects/bergbauernhof-im-wandel

- https://www.berghilfe.ch/de/monatsprojekt-familie-vital resp. https://wemakeit.com/projects/zukunftsleben-bergbauernhof

- https://wemakeit.com/projects/mehr-power-fuers-berggemuese


Der Betrieb wurde seit Beginn nach den Richtlinien des biologisch-dynamischen Landbaus geführt. Nun machen wir ab Herbst 2018 eine Demeter-Pause und sind nun ganz Label-frei. Wenn wir wieder mehr Elan für die Präparate-Arbeit haben, werden wir wieder bio-dynamisch produzieren. Wir interessieren uns v.a. für die "Vegetabilischen Präparate nach Maria Thun", da müssen wir uns aber zuerst einarbeiten.

Wir finden es ausserdem auch gut, wenn der Konsument seinen Bauern kennt, dann ist der Label-Jungel gar nicht mehr sooo nötig.


INFO-Brief an unsere Kunden:

2018: wieder ein Jahr des Wandels in Tanter Dossa...

Demeter: wir haben uns im September entschieden per 31.12.2018 mit dem Demeter-Label aufzuhören. Dies hat für uns mehrere Gründe. Einerseits ist für uns der Frühling mit dem Säen und Setzen unseres Gemüses, erstem Zäunen für Schafe, Pferde und Schweine eine sehr intensive Zeit. Dann folgt der Sommer mit der Heuernte und der vielen Jätarbeit in Garten und Äcker. Und genau in dieser Zeit fallen auch die Sammlungen von Brennessel, Schafgarbe, Löwenzahn usw. für die biodyn. Präparate an.

Nun ist seit diesem Herbst unser Ferienstudio in Betrieb und wir haben immer wieder Gäste, dies nimmt viel Arbeit und Zeit in Anspruch. Auch die Ausbildung unseres jungen Pferdes Tipso braucht viel Zeit, da wir ihn in Zukunft für die Feldarbeit einsetzen wollen.

Nicht zu vergessen unsere zwei kleinen Kinder Andrina und Mario, die ja auch

ein zentrales Thema in unserem Bauernhofleben spielen!

Nun müssen und wollen wir unsere Kräfte einteilen, damit auch wir lange und ausdauernd und v.a. mit viel Freude auf dem Betrieb tätig sein können. Denn nur so macht es für uns Sinn!

Ein anderes Thema, das uns schon seit ca. 4 Jahren beschäftigt, ist das Einstreuen der Liegeflächen im Schafstall. Der Stall wurde speziell für Ziegen gebaut, wir nun schon länger für unsere Engadinerschafe genutzt. Der Holzboden mit Ritzen ist ideal für die Haltung für Schafe, da diese es gerne trocken und hart mögen. Bei der Beobachtung im Freien ist dies gut sichtbar. So werden wir bei den Lämmern im Lämmerschlupf weiterhin einstreuen, da dies dort auch Sinn macht, bei den Auen und Jungauen jedoch nicht. Da diese Haltungsform bei Demeter nicht möglich ist, ist dies ein weiterer Grund, dass wir mit dem biodyn. Label aufhören. Ein viel angenehmeres Stallklima (es riecht fein im Stall), enorm viel weniger Stallarbeit und mehr Futter für unsere Pferde und Schafe ist eine Folge. Bis jetzt haben wir die Heuresten zum Einstreuen gebraucht, nun werden die Pferde das meiste davon fressen. Somit können wir mehr Schafe behalten, was für unseren Hof existenziell ist. Bei den Pferden und Schweinen ist das Einstreuen nach wie vor gegeben und auch sinnvoll, da diese schwere Tiere sind und gerne im Weichen liegen.

Wir möchten, dass unsere Kunden Produkte von uns beziehen, weil sie UNS und den Hof kennen, unsere Arbeitsweise kennen, verstehen und schätzen.

Wir werden ab 1.1.2019 nach den Richtlinien der CH-Bioverordnung weiter produzieren.

Was ändert sich? Die biodyn. Präparate und der Einstreu für die Schafe fallen weg.

Falls wir wieder Zeit finden, werden wir im Gemüse wieder Präparate einsetzen, jedoch machen wir uns keinen Stress daraus.

Was bleibt? Wir verzichten weiterhin auf jegliche chem. Medikamente bei unseren Tieren (im Notfall hilft Homöopathie), chem./synth. Pflanzenschutzmittel (im Notfall helfen Bakterien und Pflanzenjauche usw.), Schneckenkörnen und eben das ganze

Spektrum an Mitteln, dessen Rückstände jeder gesunde Mensch nicht in seinem Körper haben will. Wir werden auch weiterhin ausschliesslich Demter und Bio- Futtermittel für unsere Hühner und Schweine kaufen, weil wir finden, dass diese Produktion unbedingt unterstützt werden muss und alles andere keinen Sinn macht. Im Geschmack merkt man immer, was drin steckt, vorausgesetzt, die Geschmacksnerven sind darauf geschult!

Auch noch: Wir finden, dass bei einer Biokontrolle auch der Kühlschrank, Medikamentenschrank und Vorratschrank kontrolliert werden soll. Denn der Mensch gehört ja auch zum Hoforganismus und wenn dieser dann Antibiotika oder Nestlé-Produkte konsumiert, ist dies fragwürdig.

Wir hoffen, dass ihr weiterhin unsere mit viel Herzblut erzeugten und in Zukunft labelfreien-Produkte geniessen könnt und wollt.

Falls ihr Fragen habt, kommt in Tanter Dossa vorbei, ruft uns an oder schreibt uns ein Mail. Der Kunde sollte seinen Bauern kennen und umgekehrt. Wir freuen uns auf

Besuche, angeregte Gespräche, neue Begegnungen und Erkenntnisse!

Wir wünschen euch einen sonnigen, auch regenreichen und goldigen Herbst!

Herzliche Grüsse aus Tanter Dossa,

Not und Martina Vital

mit Andrina und Mario

Bild: Andrina geht in die Chüralla (Rudolf-Steiner Spielgruppe)

Tanter Dossa anno dazumal... mit Alesch und Maryse.